Zu viel Wissen für Content? Ein typisches Experten-Problem

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»Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll«. Diese Aussage höre ich regelmäßig von Führungskräften und Thought Leadern. Nicht von Einsteigern, sondern von Menschen mit jahrzehntelanger Erfahrung, tiefem Fachwissen und hoher Verantwortung. Aus meiner Erfahrung als Senior-Journalist kann ich sagen: Dieses Problem entsteht nicht durch Wissensmangel – sondern durch zu viel Wissen.

Mann im Studio zum Thema Thought Leader Content

Warum täglicher Content 2026 sinnvoll ist

Wer heute im Online-Marketing sichtbar sein will, kommt an regelmäßiger Kommunikation nicht mehr vorbei. Täglicher Content ist längst keine Kür mehr, sondern Voraussetzung, um auf diversen Kanälen wahrgenommen, eingeordnet und erinnert zu werden.

Genau an dieser Stelle entsteht jedoch die Blockade:
»Was soll ich denn bitte jeden Tag sagen?«

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Die falsche Annahme hinter der Content-Blockade

Wenn man genauer hinschaut, stellt sich schnell heraus: Diese Frage stellen sich ausschließlich Menschen, die sehr tief in ihrem Thema stecken. Führungskräfte und Thought Leader bewegen sich täglich in ihrem Fachgebiet. Viele Dinge erscheinen ihnen selbstverständlich.

Typische Aussagen aus meiner Praxis:

  • „Das weiß doch jeder.“
  • „Das ist doch offensichtlich.“
  • „Darüber muss man doch nicht sprechen.“

Für die Person selbst mag das stimmen. Für Kunden, Mitarbeitende oder den Markt gilt das meist nicht.

Der Perspektivfehler: Selbstverständlich für Experten – neu für andere

Ihre Kunden stehen an einem vollkommen anderen Punkt. Sie sehen nicht die täglichen Entscheidungen, die Erfahrung aus hunderten Projekten oder die feinen Unterschiede zwischen guten und schlechten Lösungen. Sie benötigen eine Einordnung.

Genau dafür gibt es Geschäftsführer, Experten und Thought Leader:
Nicht um Neues zu erfinden, sondern um Bestehendes verständlich zu erklären, zu strukturieren und einzuordnen. Gerade Thought Leader haben so viel Fachwissen, dass sie zudem auch einen Blick in die Zukunft wagen.

Themen finden mit journalistischer Arbeit

Als Journalist recherchiere ich vorab Themen und bereite diese auf, wenn ich mit Führungskräften zusammenarbeite. Dadurch geschieht etwas Entscheidendes:

  • Themen werden strukturiert
  • Unterthemen sichtbar gemacht
  • Erfahrungswissen explizit formuliert

Im Gespräch merken viele Führungskräfte erstmals, wie viele Themenfelder sie tatsächlich abdecken – und wie viel davon bislang nie ausgesprochen wurde.

In diesem Prozess passiert etwas sehr Typisches:
Die Frage »Was soll ich eigentlich sagen?« stellt sich schnell nicht mehr.

Stattdessen entsteht:

  • eine lange Themenliste
  • klare inhaltliche Schwerpunkte
  • genug Stoff für kontinuierliche Kommunikation

Nicht, weil Inhalte erfunden wurden – sondern weil vorhandenes Wissen endlich strukturiert wurde.

Warum Führungskräfte das nicht allein leisten müssen

Die größte Hürde ist die Annahme, man müsse selbst Themen finden, priorisieren und formulieren. Genau das ist jedoch nicht die Aufgabe von Führungskräften.

Bei Lapano übernehmen Senior-Journalisten diese Rolle: Sie bereiten Themen vor, führen durch Interviews und sorgen dafür, dass Expertise sichtbar wird – ohne dass Führungskräfte sich in Content-Planung verlieren.

Fazit: Wenn Sie nicht wissen, was Sie sagen sollen, wissen Sie meist zu viel

Nach vielen Jahren im Journalismus ist meine klare Erfahrung:
Content-Mangel ist fast immer ein Perspektivproblem – kein inhaltliches.

Wer tief in seinem Thema steckt, benötigt keine neuen Ideen, sondern jemanden, der die richtigen Fragen stellt. Dann wird aus vermeintlicher Inhaltsleere schnell täglicher, relevanter Content mit Substanz.

Stehen Sie als Führungskraft auch an diesem Punkt? Dann buchen Sie Ihr kostenloses Beratungsgespräch.